Infos für Mediziner

Die Interstitielle Zystitis (IC) ist eine chronische Entzündung der Blasenwand, die mit Schmerz und Harndrang verbunden ist.

Diese Seiten möchten Patienten, Angehörigen und Ärzten Mut machen und über die in Deutschland noch viel zu wenig bekannte und erforschte Krankheit informieren.

Geplant ist, nach und nach auch Interviews von Medizinern und Betroffenen auf dieser Seite zu veröffentlichen.


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Aktuelle intravesikalen Therapieoptionen bei der Interstitiellen Zystitis.

Prof. Dr. med. Daniela Schultz-Lampel

Prof. Dr. med. Daniela Schultz-Lampel, Kontinenzzentrum Südwest Kliniken Schwenningen


Die Behandlung der Interstitiellen Zystitis (IC) ist nach wie vor eine Herausforderung für den Therapeuten und führt oft zu enttäuschenden Er-gebnissen für Patient und Arzt.

Fast 200 beschriebene verschiedene konservative und invasive Therapieformen weisen darauf hin, dass kein einheitliches, Erfolg versprechendes Therapieregime existiert.

Lesen sie hier den ganzen Artikel ...






Ein neuer, objektiver Ansatz zur Diagnose der IC

Teamfoto Interstitielle Cystitis, Blasenzentrum Kantonsspital Frauenfeld

Team Interstitielle Cystitis, Blasenzentrum Kantonsspital Frauenfeld

(von links nach rechts): hinten: Prof. Dr. med. Jakob Eberhard, Dr. med. Oliver Rautenberg, Prof. Dr. med. Volker Viereck, PD Dr. med. Jochen Binder;
vorne: Marlies von Siebenthal, Dr. sc. nat. Marianne Gamper

Genexpressionsprofile in Blasenbiopsien

Klinisch ist IC schwer zu diagnostizieren. Anfangs erscheint sie wie eine akute, später wie eine chronisch wiederkehrende Blasenentzündung. Ungleich einem klassischen Harnwegsinfekt lassen sich keine Bakterien, Viren oder Pilze als Krankheitsursache nachweisen. Nicht selten aber liegt gleichzeitig zur IC eine bakterielle Superinfektion vor.

Bei einer gesunden Blasenwand ist die oberste Zellschicht, das so genannte „Urothel“ von einer Schutzschicht, der „Glycosaminoglycanschicht“ („GAG-Schicht“), bedeckt. Diese ist wasserabstossend und verhindert die Penetration aggressiver Urinsubstanzen in tiefere Schichten. Aus noch ungeklärten Gründen sind bei der IC sowohl die GAG-Schicht zerstört als auch das Urothel verändert. Reizende Substanzen, entweder aus dem Urin oder hergestellt von den Urothelzellen, dringen in tiefere Schichten vor. Dort provozieren sie Entzündungsreaktionen, reizen sensorische Nerven (die Schmerz vermitteln) und motorische Fasern (die Muskelzellen steuern) und führen zu Blasenkontraktionen.

Währenddem sich in der Anfangsphase der Krankheit diese Veränderungen an der Blasenwand bei einer Blasenspiegelung entweder noch gar nicht oder nur als diskrete Rötungsherde zeigen, finden sich im fortgeschrittenen Stadium eindeutige Veränderungen wie sternförmige, im Zentrum intensiv rote, teils sogar blutende Flecken. Lesen Sie hier den ganzen Bericht…

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