Nahrungsergänzung

Das Vitamin C kann den Histaminstoffwechsel und die Festigkeit des Bindegewebes unterstützen.

Eine Regeneration des Stütz- und Bindegewebes der Blase bei IC kann z. B: über die Bereitstellung von Bausteinen geschehen, aus denen der Körper sowohl Zellmaterial, als auch Haltemechanismen, Barriere-schleim oder elastische Fasern bauen kann. Zum Einsatz können hier Glucosaminsulfat, Chondroitinsulfat oder andere schwefelhaltige Verbindungen, wie z. B. Methylsulfonylmethan (MSM) kommen. Vitamin C kann solche Therapien ergänzend unterstützen. Wir empfehlen IC-Patienten die Einnahme von Calcium-ascorbat, einer säurefreien Variante. (8)

Das Vitamin D, dessen biologisch aktive Form (Vitamin D3, Cholecalciferol) ein Hormon ist, ist sehr bedeutend für den Bindegewebs-Stoffwechsel, fördert die Rege-neration und wirkt auf das Immunsystem ein.

Das Vitamin B12 hat sich, vor allem in seiner bio-aktiven Form als Methylcobalamin bei Schlafstörungen und gestörtem Schlaf-Wach-Rhythmus bewährt.

Magnesium
Die Einnahme von Magnesium vor dem Zubettgehen, kann die Schlafqualität verbessern. Wir empfehlen IC-Patienten mit Schlafstörungen auf Verbindungen mit geringem Säurereiz, wie z. B. Magnesiumaspartat und Magnesiumglycinat zurückzugreifen. (8)

Tryptophan
Die körperidentische Aminosäure Tryptophan hat Einfluss auf den Schlaf und fördert die Schlafbereitschaft.

Die D-Mannose, ein Pflanzenzucker, wie er auch in Cranberryfrüchten zu finden ist, bindet sich im Harntrakt an eventuell vorhandene Escherichia-coli-Bakterien, die häufigsten Erreger von Harnwegsinfektionen, und schwemmt diese aus. D-Mannosepulver gibt es auch in isolierter Form. (8)

Goldrute und Bärentraube
Diese pflanzliche Mittel haben eine desinfizierende (keimabtötende) Wirkung und können helfen bakteriellen Infektionen vorzubeugen.

Birkenblätter
Die Blätter der Birke können ebenfalls helfen bakteriellen Infektionen vorzubeugen. Sie wirken ausleitend und durchspülend.

Colostrum und Acidophilusgemische
Biestmilch (Colostrum) und Milchsäurebakterien (Acidophilusgemische) stärken das Immunsystem.

Verschiedene Pilzextrakte – vor allem die Extrakte aus Shiitake-, Maitake- oder Reishipilzen - können helfen die körpereigenen Abwehrkräfte zu verbessern.

Kombucha ist ein Getränk, das Sie mit Hilfe eines Kombucha-Teepilzes jederzeit selbst herstellen können. Biologisch gesehen handelt es sich gar nicht um einen richtigen Pilz. Im Volksmund hat sich der Einfachheit halber aber überall die Bezeichnung "Pilz" durch-gesetzt. Zur Herstellung des Getränks wird eine Nährlösung aus gezuckertem Grüntee oder Kräutertee zubereitet, in die man den Teepilz legt. Der Teepilz produziert jede Menge wertvoller Enzyme und Vitamine.

Wasserkefir, der "kleine Bruder" des Kombucha, pro-duziert mit Hilfe von Hefen und Milchsäurebakterien wichtige Power-Enzyme, die Körper und Seele aktivieren.

Sellerietee (2)
Sellerie ist ein Gemüse, von dem man nicht unbedingt annehmen kann, dass es sinnvoll in der Hausmedizin eingesetzt werden kann. Dennoch lässt sich daraus mit geringem Aufwand ein entzündungs-hemmender Tee herstellen. Die Sellerieknolle wird in möglichst kleine Stücke geschnitten, man übergießt sie mit kaltem Wasser und lässt sie kurz aufkochen. Der Sud wird abgeseiht. Der Tee darf bei Bedarf mit Honig gesüßt werden. Täglich sollten zwei Tassen davon getrunken werden. Vorsicht, wenn eine Nierenentzündung besteht! Dann sollte auf das Getränk verzichtet werden.

Homöopathische Mittel (9)
Gerade bei beginnender und immer wiederkehrender Blasenentzündung erhalten wir von vielen IC-Betroffenen Berichte über gute Ergebnisse mit der Einnahme homöopathischer Mittel. „Blasen-Globuli“ enthalten eine Mischung aus:

  1. Belladonna D 6 (gg. die Entzündung)
  2. Cantharis D 12 (gg. das Brennen)
  3. Equisetum D 6 (unterstützt die Urinausscheidung)
  4. Apis D 4 (gg. das Brennen)
  5. Solidago D 6 (gg. die Entzündung)

In der Regel werden bei Bedarf 5 Globuli im Abstand von ca. 1/2 Stunde unter die Zunge gelegt und zergehen gelassen. Bis zu 12 mal am Tag.

Trinkmenge und Kalium
„Es gibt die Vermutung, dass im Urin enthaltenes Kalium die Blasennerven von IC-Patienten reizen und so Harndrang und Schmerzen hervorrufen könnte. Möglicherweise könnte es daher helfen kaliumreiche Mineralwässer zu vermeiden. Auch das Trinken größerer Flüssigkeitsmengen wäre im Hinblick auf die Kalium-Therapie ratsam, da so die Konzentration des Kaliums verdünnt werden könnte. Diese Theorie ist nicht unumstritten, da der Kaliumgehalt im Urin nur geringfügig durch die Ernährung beeinflusst werden kann. Übermäßiges Kalium wird in der Regel vom Körper ausgeschieden. Zu wenig Kalium kann dem Körper schaden. Bei guter Mischkost tritt aber kein Kaliumangel im Köper auf.

Ernährungs-Tagebuch
Man kann ausprobieren, ob man ein Lebensmittel verträgt oder nicht, indem man ein bestimmtes Nahrungsmittel über mehrere Tage in größeren Mengen verzehrt. Wenn sich daraufhin die Beschwerden verschlimmern, kann man dieses in Zukunft meiden. Es ist sinnvoll, dass man ein „Ernährungs-Tagebuch“ anlegt und die Speisen, die man für 5 bis 7 Tage ausprobiert hat, einträgt. Mit der Zeit kann man eine Liste der „verbotenen“ Speisen erarbeiten. Diese mag am Anfang erschreckend lang erscheinen. Aber bedenken Sie, es gibt noch eine Menge Dinge, die Sie genießen dürfen. Mit diesen Nahrungsmitteln kann man nahrhafte und genussvolle Mahlzeiten herstellen. Sobald Sie einmal wissen, welche Nahrungsmittel bei Ihnen die Schmerzen verstärken, können Sie auch beruhigt auswärts essen gehen.


zum vorherigen Kapitel Histaminintoleranz Ernährungsratgeber Grundsätzliches zum nächsten Kapitel

  • Literatur

    An dieser Stelle geben wir Ihnen Buch- und andere Literaturtipps zum Thema IC und Vulvodynie.

     

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  • Behandlungsmethoden

    Erhalten Sie eine kleine Übersicht über den aktuellen Stand zur Behandlung der IC

     

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  • Ernährungsratgeber

    Mit unserem Ernährungsratgeber zeigen wir Ihnen, wie Ihnen eine Ernährungsumstellung helfen kann.

     

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  • Informationsvideo

    mit der freundlichen Genehmigung von Prof. Ueda können wir Ihnen hier das Video einer Blasenspiegelung bei Interstitieller Cystitis zeigen.

     

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über uns

Der Verein "ICA-Deutschland e. V." - gemeinnützige Gesellschaft und Förderverein Interstitielle Cystitis - wurde am 19.08.1993 gegründet. In Europa ist er der erste vergleichbare Verein und weltweit der zweite nach den USA.

Seit über 20 Jahren kämpft der Förderverein für Interstitielle Cystitis(ICA) für mehr Aufklärung und Information von Ärzten und Öffentlichkeit, initiierte zahlreiche Forschungsprojekte und konnte dazu beitragen, dass sich Diagnose- und Therapiemöglichkeiten deutlich verbesserten.

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