Interview mit Prof. Dr. Dr. Bschleipfer

IC-Zentrum am Klinikum Weiden der Kliniken Nordoberpfalz AG

Das Zentrum für IC und Beckenschmerz am Klinikum Weiden ist das erste, das in Bayern zertifiziert worden ist. Geleitet wird das IC-Zentrum von Prof. Dr. med. Dr. phil. Thomas Bschleipfer. Der Chefarzt der Klinik für Urologie, Andrologie und Kinderurologie hat als Leitlinienkoordinator maßgeblich die Erarbeitung der ersten deutschen S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Interstitiellen Cystitis (IC/ BPS), die 2018 von der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) herausgegeben wurde, mitgestaltet.

Bschleipfer 216x288Herr Prof. Bschleipfer, im September 2018 hat das IC-Zentrum am Klinikum Weiden die Zertifizierungsurkunde durch die ICA-Deutschland erhalten. Wo liegen die Schwerpunkte Ihres Zentrums bei der Diagnostik und Therapie von IC-Patienten?

Der Schwerpunkt unseres Zentrums liegt generell im Beckenschmerzsyndrom und somit in der Abklärung und Therapie blasenbedingter und nicht-blasenbedingter Beckenschmerzen. Wir konnten feststellen, dass ein Großteil der Beckenschmerzpatienten extravesikale, also außerhalb der Harnblase liegende Ursachen für die Beschwerden aufweist. An erster Stelle sind dies bislang ungeklärte Rückenproblematiken. Als weitere Ursache können Keimnachweise in der Harnröhre und bei Frauen auch in der Scheide geführt werden, die in den meisten Fällen aufgrund steriler Urinuntersuchungen noch nicht diagnostiziert worden sind. Unseren Fokus richten wir selbstverständlich auf Patientinnen und Patienten mit Interstitieller Cystitis. Deren Anzahl macht jedoch nur einen gewissen Teil unserer Beckenschmerzpatienten aus.

Vorteil in unserem Zentrum ist sicherlich die extrem systematisierte Diagnostik und Therapie. Nach der Terminanfrage erhalten alle Patienten eine Fragebogenbatterie inklusive Miktions- und Trinkprotokoll sowie Schmerztagebuch. Diese Unterlagen bitten wir im Vorfeld dezidiert auszufüllen. Ferner werden diese Patienten gebeten, uns alle bisherigen medizinischen Unterlagen, die in der Regel äußerst zahlreich sind, in Kopie zuzusenden. Diese werden von mir persönlich für jeden Patienten akribisch gesichtet, um im Vorstellungstermin die Zeit nicht mit „stiller Arbeit“ verbringen zu müssen. Die bei uns vorstelligen Patienten sind dann beim Vorstellungstermin bereits quasi bekannt, so dass zügig mit zielgerichteten diagnostischen Schritten begonnen werden kann.

Da zahlreiche Patientinnen und Patienten aus größerer Entfernung anreisen, bietet unser Zentrum auch eine Kooperation mit einem der hiesigen Hotels in der Nähe. Dadurch kann eine systematische Diagnostik mit nur wenigen Besuchen in Weiden abgearbeitet werden.

Wie sehen geeignete Fragebögen aus?

Die erwähnte Fragebogenbatterie, die ich zusammengestellt habe, umfasst zentral auch die in der S2k-Leitlinie zur Interstitiellen Cystitis aufgeführten Frage- und Dokumentationsbögen. Darüber hinaus beinhaltet sie spezifische Anamnesebögen, die uns vorab einen schnellen Überblick über die Krankheitsgeschichte und den aktuellen Zustand des Patienten ermöglichen.

Wäre es sinnvoll, eine solche Fragebogenbatterie allen Zentren zur Verfügung zu stellen, damit relevante Informationen und Daten schon vor dem Ersttermin vorliegen?

Hierzu müsste sicherlich ein Konsens unter den IC-Zentren erfolgen. Die Fragebögen unseres Zentrums sind extrem ausführlich. Manch anderes Zentrum könnte eine deutlich kürzere Form bevorzugen. Die Durchsicht von Fragebögen, Protokollen und Krankheitsgeschichte erfordert bei uns teils mehr als eine Stunde Einarbeitungszeit vor dem Erstkontakt mit dem Patienten. Ob dies von jedem Zentrum gewünscht wird, müsste geklärt werden.

Wie könnte in Zukunft die Forschung im Bereich der IC aussehen?

Forschung im Bereich der IC ist nur im Verbund möglich. Die Patientenzahlen sind pro Zentrum zu gering, als dass gute wissenschaftliche Daten resultieren können. Eine Datenbank wäre anzustreben, ebenfalls müssten multizentrische Studien initiiert werden. Allerdings ist die Forschungsförderung auf diesem nicht onkologischen Gebiet schwierig. Die Akquise von Forschungsgeldern müsste gegebenenfalls gemeinsam angegangen werden.

Themen rund um die IC und den Beckenschmerz gibt es jedenfalls genügend, die bislang noch nicht oder nur unzureichend bearbeitet worden sind.

Wo sehen Sie generell den größten Handlungsbedarf oder die wichtigsten Ansatzpunkte bei der Versorgung von IC Patienten?

Der größte Handlungsbedarf wird derzeit bearbeitet: die Information von Kolleginnen und Kollegen über dieses Krankheitsbild. Nur so lässt sich die immer noch viel zu lange Zeit bis zur eindeutigen Diagnosestellung der IC – 2013 waren es im statistischen Mittel rund neun Jahre – auf ein erträgliches Maß reduzieren. Im nächsten Schritt müssten weitere Zentren mit guter Expertise etabliert werden, so dass die Patientinnen und Patienten kurze Wege zum nächsten Ansprechpartner finden.

Die erste deutsche IC-Leitlinie gibt gute Hilfestellungen zur Diagnostik und Therapie. Deren Umsetzung in der Praxis ist sicherlich ebenfalls ein wichtiger Schritt – trotz der begrenzten zeitlichen und personellen Ressourcen im Praxisalltag.

 

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Was tun bei bakteriellen Harnblasenentzündungen?

UnterleibschmerzenFür viele Frauen sind Blasenentzündungen ein immer wiederkehrendes Thema: ständiger Harndrang, Schmerzen beim Wasserlassen und auch Krämpfe im Unterleib sind die typischen Symptome. Der Zwang sich immer in der Nähe einer Toilette aufzuhalten und das Gefühl von „Muss ich, oder muss ich nicht“ beschreiben viele Betroffene als deutliche Minderung ihrer Lebensqualität. Bei einer fortgeschrittenen und schweren Erkrankung ist eine Antibiotikabehandlung häufig nicht zu vermeiden. Für Infektionen der Harnblase, bei denen E-Coli-Bakterien verantwortlich sind, gibt es die Möglichkeit einer unterstützenden Behandlung mit D-Mannose. Auch die damit mögliche Prävention ist ein wichtiger Aspekt.

Wie entsteht eine Blasenentzündung?

Die häufigste Ursache einer Blasenentzündung ist die Infektion mit E. coli-Bakterien. Gelangen diese Bakterien in die Harnwege, können sie sich an der Blasenschleimhaut festsetzen und eine Entzündung auslösen. Durch die hormonelle Umstellung und die damit verbundene Veränderung der Vaginalflora gehören vor allem Schwangere und Frauen in der Menopause zu den Risikogruppen. Ein geschwächtes Immunsystem, kalte Temperaturen oder die falsche Intimhygiene mit stark parfümierten Pflegeprodukten können eine Blasenentzündung zusätzlich begünstigen. Bei einer Blasenentzündung oder einem Harnwegsinfekt können Symptome wie Schmerzen im Unterbauch, Brennen beim Wasserlassen und eine Trübung des Urins auftreten.

Vorbeugen einer Blasenentzündung:

Gerade im Sommer sind Blasenentzündungen sehr häufig und für IC Patienten bedeuten sie „den Super Gau“.

Daher sollten sie auf folgende Punkte besonders achten:

  1. Wechseln Sie nach dem Freibad sofort die nasse Kleidung
  2. Setzen sie sich nicht auf kalte Oberflächen
  3. Bei Verdacht auf eine Blasenentzündung: Nicht einhalten! „Blase trainieren“ hilft nichts. Bitte suchen Sie bei Harndrang lieber umgehend eine Toilette auf.
  4. Nach dem Geschlechtsverkehr zeitnah Wasser lassen. So können mögliche Bakterien direkt ausgeschieden werden

Aber auch Diabetiker haben ein erhöhtes Infektionsrisiko

Diabetiker gehören zur Risikogruppe für Blasenentzündungen, auch hier sind vor allem Frauen betroffen. Hohe Blutzuckerwerte führen dazu, dass die Niere Glucose in den Urin abgibt. Der ist bekanntermaßen warm und zusammen mit dem Zucker ein idealer Nährboden für Bakterien: Sie können sich schneller vermehren, das Infektionsrisiko steigt. Außerdem kann Diabetes zu einer Blasenfunktionsstörung führen, bei der die Blase nicht ganz entleert wird. Der dauerhafte Restharn kann einer Blasenentzündung ebenfalls Vorschub leisten. Bei Diabetikern kann die Blasenentzündung schwieriger zu diagnostizieren sein, weil sie oftmals keine Schmerzen verursacht.

Behandlungsmöglichkeit bei Blasenentzündungen

Zur akuten Behandlung werden häufig Antibiotika eingesetzt um entzündungsverursachende Keime schnell und effektiv zu bekämpfen und die Infektion einzudämmen. Dabei können auch nützliche Bakterien abgetötet und die Darmflora aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Gerade bei wiederkehrenden Beschwerden birgt eine andauernde Antibiotika-Therapie über mehrere Wochen oder Monate die Gefahr von Antibiotikaresistenzen, da sich die Erreger an den Wirkstoff gewöhnen. Auch das vorzeitige Absetzen des Antibiotikums kann dazu führen, dass die Medikamente ihre Wirksamkeit verlieren und bei späteren Infektionen nicht mehr funktionieren. Deshalb ist ein verantwortungsvoller und bewusster Umgang mit Antibiotika wichtig, um die Wirksamkeit im Bedarfsfall sicherzustellen.

Wirkweise von D-Mannose

Eine Möglichkeit der unterstützenden Behandlung und Vorbeugung von Blasenentzündungen und Harnwegsinfekten ist die Einnahme von D-Mannose. FEMANNOSE® N enthält den natürlichen Wirkstoff D-Mannose und kann in der Prävention und unterstützenden Behandlung von Blasenentzündungen eingesetzt werden. Das Zuckermolekül D-Mannose neutralisiert die entzündungsverursachenden E. coli-Bakterien und verhindert deren Ansiedelung an den Schleimhäuten. So können Bakterien beim Wasserlassen mit dem Urin ausgeschieden werden. Um das Ausschwemmen der Bakterien zu beschleunigen, ist bei jeder Blasenentzündung eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme ratsam.

D-Mannose blockiert die Anhaftung von E. coli-Bakterien in der Blasenwand.
Abbildung: D-Mannose blockiert die Anhaftung von E. coli-Bakterien in der Blasenwand.

Begleitend zur Antibiotikabehandlung kann D-Mannose eine synergistische Wirkung haben. Durch D-Mannose wird die Wirksamkeit des Antibiotikums nicht beeinträchtigt, sondern auf sinnvolle Weise ergänzt. FEMANNOSE® N bildet aufgrund des Wirkmechanismus keine Resistenzen.

Weitere Informationen auf: www.femannose.de oder im ICA-Ernährungsratgeber.

 

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Interview mit Prof. Dr. Schultz-Lampel

IC-Zentrum am Schwarzwald-Baar Klinikum in Villingen-Schwenningen

Am Schwarzwald-Baar Klinikum in Villingen-Schwenningen wurde im September 2017 das europa- und deutschlandweit erste Zentrum für Interstitielle Zystitis und Beckenschmerz durch die ICA-e.V. Deutschland zertifiziert.

Passfoto DSL 202x200Frau Prof. Schultz-Lampel, Sie gehören zu den ersten Urologen, die sich um das Krankheitsbild der Interstitiellen Zystitis und eine bessere Versorgung der Betroffenen verdient gemacht haben: Inwieweit spiegelt sich diese Erfahrung in den Schwerpunkten Ihres Zentrums wider?

In der Tat arbeite ich seit 2006 eng mit dem Förderverein für Interstitielle Zystitis zusammen, sodass unser Kontinenzzentrum Südwest und die Urologie am Schwarzwald-Baar Klinikum bereits vor der Zertifizierung zum Zentrum für IC und Beckenschmerz als überregionale Anlaufstelle bekannt war. Aus diesem historisch gewachsenen Kontext haben wir mittlerweile ein sehr großes und vielfältiges Patientenaufkommen, von klassischen IC-Patienten über Beckenschmerz-Patienten unklarer Ursache bis zu Männern mit chronischer Prostatitis, dem wir ein breites Leistungsspektrum anbieten. Bei der Diagnostik gehört etwa die Zystoskopie mit Hydrodistension der Blase in Narkose mit Histologiegewinnung dazu. Schwerpunkt-Therapien sind Instillationstherapien, die EMDA-Behandlung bei ausgeprägten Schmerzen, Drang und Nykturie, natürlich auch die orale Medikation mit Elmiron. Seltener kommen bei diesem Patientengut die sakrale Neuromodulation oder Botox-Injektionen zum Einsatz. Die operative Entfernung der Harnblase spielt bei uns eine große Rolle.

Warum zählt die Zystektomie/Harnableitung zu Ihren Schwerpunkten?

Die Entfernung der Blase und die Anlage einer Harnableitung ist immer die letzte Option für Patienten mit extrem geschrumpfter Blase und sehr geringer Lebensqualität. Dass wir diese operative Therapie häufig durchführen, liegt ebenfalls an unserem Patientengut, zu dem aufgrund unserer Historie sehr viele schwere IC-Fälle aus ganz Deutschland gehören, die konservativ ausbehandelt sind und die keine Lebensqualität mehr haben. Mein Mann Prof. Lampel, der Direktor der Klinik für Urologie & Kinderurologie unseres Klinikums ist und mit dem ich sehr eng im IC-Zentrum zusammenarbeite, hat eine ausgesprochen große Expertise auf dem Sektor der Harnableitung und kann Frauen eine kontinente Harnableitung im Sinne eines Nabelpouch anbieten, ein sehr komplexes Operationsverfahren, das aber gerade jüngeren Frauen eine gute Lebensqualität bei exzellentem „Bodyimage“ bietet.

Mit welchen Abteilungen oder Disziplinen haben Sie die engste oder häufigste Zusammenarbeit?

Neben der engen Zusammenarbeit von Kontinenzzentrum und Urologischer Klinik besteht eine enge Kooperation mit Schmerztherapeuten, Physio- und Psychotherapeuten, Pathologen, Gynäkologen und auch Viszeralchirurgen, die je nach individuellem Fall in die Behandlung einbezogen werden. Und natürlich stehen wir in regelmäßigem Austausch mit diesen Disziplinen. Bei Patienten, die nicht zu operativen Eingriffen kommen, leiten wir als Zentrum in der Regel eine Initialtherapie ein, zum Beispiel bei Physio- oder Schmerztherapie, die bei den Betroffenen vor Ort fortgeführt wird.

Welche Schlüsse können Sie aus der interdisziplinären Zusammenarbeit ziehen?

Die multidisziplinäre Behandlung in Zentren leistet die notwendigerweise umfassende Versorgung. Sehr wichtig ist auch die gute Kooperation mit einem Pathologen, der sich auf dem Gebiet der IC auskennt. Die Gewebeuntersuchung durch den Pathologen ist eminent wichtig, weniger zur Diagnosestellung der IC als vielmehr zum Ausschluss einer bösartigen Erkrankung der Blase, denn wir müssen immer im Hinterkopf haben, dass Patienten mit einem Blasenschmerzsyndrom ein 6-fach erhöhtes Risiko für Harnblasenkrebs haben und auch IC-Patienten trotz Besserung der Beschwerden eine lebenslange Nachsorge benötigen.

Was hat sich seit der Zertifizierung der IC-Zentren geändert?

Aus meiner Sicht ist deutlich mehr Öffentlichkeit für die Interstitielle Zystitis entstanden und das Patientenaufkommen enorm gestiegen. Während nach Statistiken ein niedergelassener Urologe in Deutschland 7 IC-Patienten im Jahr betreut, kommen zu uns an manchen Tagen 5-10 Patienten mit dieser Erkrankung oder dieser Fragestellung.

Betroffene kommen über die Webseite der ICA oder über die Homepage unseres Zentrums und unserer Stiftung Beckenschmerz, die wir 2017 parallel zu unserer Zertifizierung ins Leben gerufen haben. Gleichzeitig sehen wir vermehrt Patienten, die von ärztlichen Kolleginnen und Kollegen auf uns aufmerksam gemacht werden, denn seit der Zentrenbildung und der Publikation der Deutschen Leitlinie „Interstitielle Zystitis“ Ende 2018, ist die IC auch auf medizinischen Kongressen präsenter.

Wo verorten Sie den größten Forschungsbedarf?

Besonderer Forschungsbedarf besteht nach meiner Einschätzung bei der Entwicklung von Markern für eine einfachere und sicherere Diagnostik der IC, damit Betroffene flächendeckend schneller diagnostiziert und effektiv behandelt werden können. Hier sind sicher große Uni-Kliniken wie die sehr engagierten Kollegen in Leipzig gefragt. Wir als Klinik in der Peripherie können aber in der Versorgungsforschung unseren Beitrag leisten, wenn es darum geht, die Effektivität therapeutischer Maßnahmen nachzuweisen und damit z.B. eine Grundlage darstellt um eine Kostenerstattung zu ermöglichen, was leider bei den meisten Therapieoptionen der IC ein Problem darstellt. Gerade betreue ich eine Doktorarbeit, die diesen Nachweis für die EMDA-Therapie führen will.

Wo sehen Sie generell den größten Handlungsbedarf bzw. die wichtigsten Ansatzpunkte bei der Versorgung von IC-Patienten?

Die fehlende Kostenübernahme vieler IC-Therapien stellt weiterhin ein sehr großes Problem für die Betroffenen dar. Daneben müssen wir dringend mehr Reha-Angebote schaffen. Es gibt in der Urologie zwar viele sehr gute onkologische Reha-Kliniken, für IC-Patienten bietet aber einzig die Reha-Klinik in Bad Nauheim die notwendigen multimodalen Therapien an. In beiden Bereichen ist der Handlungsbedarf groß.

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Ein Meilenstein in der Versorgung

Neun IC-Zentren zertifiziert

Der ICA-Deutschland stellt Ihnen die multidisziplinären Zentren in einer Interview-Reihe mit den Zentrumskoordinatoren vor.

Seit 2017 führt der Förderverein für Interstitielle Zystitis, der ICA-Deutschland e.V., mithilfe eines eigens dafür entwickelten Anforderungskatalogs eine Zertifizierung für multidisziplinäre Zentren für Interstitielle Zystitis (IC) und Beckenschmerz durch: Damit konnte ein weiterer Meilenstein für eine bessere Versorgung von IC-Patienten gelegt werden. Im selben Jahr wurde der Wirkstoff Natrium-Pentosanpolysulfat als erste erstattungsfähige Medikation zur Behandlung der IC zugelassen, und 2018 folgte die Veröffentlichung der ersten deutschen Leitlinie zur „Diagnostik und Therapie der Interstitiellen Zystitis (IC/BPS)“.

Inzwischen konnten wir quer durch Deutschland bereits neun Zentren eine hervorragende Expertise bei der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Problemen des chronischen Blasen- und Harnröhrenschmerzes, des Beckenschmerzes und insbesondere der seltenen Erkrankung Interstitielle Cystitis (IC) bestätigen sowie zwei IC-Beratungsstellen zertifizieren.

In einer losen Interview-Reihe stellen wir Ihnen sukzessiv die einzelnen Zentren vor.

Wir danken allen Gesprächspartnern, dafür dass sie sich unseren Fragen gestellt und über ihre Schwerpunkte, ihre Erfahrungen bei der Behandlung von IC-Patienten und über mögliche neue Ansatzpunkte in der Versorgung berichtet haben.

Lesen Sie hier unsere Interviews:

Interviews in Vorbereitung:

  • Interview mit Prof. Dr. Regula Doggweiler
    KontinenzZentrum Hirslanden, Schweiz
  • Interview mit Dr. Björn Theodor Kaftan
    Zentrum für Interstitielle Zystotos und Beckenbodenschmerz, Lüneburg
  • Interview mit Prof. Dr. med. Arndt van Ophoven
    Neuro-Urologie des Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum
  • Dr. Anne-Kathrin Sünder
    Sächsisches Beckenbodenzentrum Chemnitz
  • Dr. Albert Kaufmann
    Zentrum für Interstitielle Zystitis und Beckenschmerz, Mönchengladbach
  • Dr. Silvia Salm
    Moselzentrum für Kontinenz
  • Prof. Dr. Andreas Wiedemann
    Klinik für Urologie, Witten
            
          

 

ICA-Deutschland e. V.

 

Der "ICA-Deutschland e. V." - gemeinnützige Gesellschaft und Förderverein Interstitielle Cystitis - wurde am 19.08.1993 gegründet. Der ICA-Deutschland war die erste in Europa gegründete IC - Organisation und weltweit die zweite nach dem ICA in den USA.

Mitglieder sind Mediziner, Therapeuten, Wissenschaftler, Betroffene, Freunde und Förderer.

Spenden und Beiträge finden Verwendung, um

  • über Diagnostik und Therapie zu informieren,
  • die multidisziplinäre Versorgungssituation zu verbessern,
  • Fort- und Weiterbildung zu fördern,
  • die Forschung nach effektiven Behandlungs- und Heilungsmethoden zu fördern,
  • IC-Patienten mit Informationen zur Selbsthilfe zu versorgen,
  • IC-Patienten Hilfestellung zu geben, im Umgang mit Versicherungen, Behörden, Arbeitgebern oder mit Angehörigen,
  • IC-Patientenveranstaltungen zu organisieren und Kontakte herzustellen,
  • diese schwere Krankheit in der Öffentlichkeit bekannter zu machen,
  • Krankenkassen, Medizinische Dienste, Einrichtungen und Institutionen im Gesundheitswesen zu beraten,
  • multidisziplinäre und multinationale Zusammenarbeit zu pflegen und zu fördern.

 

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Die Arbeit des Vereins wird durch Spenden finanziert. Sie können spenden auf das Konto 104 304 010 bei der Volksbank Euskirchen eG., BLZ 382 600 82
(BIC: GENODED1EVB / IBAN: DE63 38260082 0104304010)
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ICA-Deutschland.

Seit über 20 Jahren kämpft der Förderverein für Interstitielle Cystitis(ICA) für mehr Aufklärung und Information von Ärzten und Öffentlichkeit, initiierte zahlreiche Forschungsprojekte und konnte dazu beitragen, dass sich Diagnose- und Therapiemöglichkeiten deutlich verbesserten.

 

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über uns

Der Verein "ICA-Deutschland e. V." - gemeinnützige Gesellschaft und Förderverein Interstitielle Cystitis - wurde am 19.08.1993 gegründet. In Europa ist er der erste vergleichbare Verein und weltweit der zweite nach den USA.

Seit über 20 Jahren kämpft der Förderverein für Interstitielle Cystitis(ICA) für mehr Aufklärung und Information von Ärzten und Öffentlichkeit, initiierte zahlreiche Forschungsprojekte und konnte dazu beitragen, dass sich Diagnose- und Therapiemöglichkeiten deutlich verbesserten.

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Impressum / Datenschutz

ICA-Deutschland e.V. Förderverein Interstitielle Cystitis
MICA - Multinational Interstitial Cystitis Association
Herr Jürgen Hensen
Untere Burg 21
D-53881 Euskirchen

eingetragen im Vereinsregister Euskirchen unter der Nummer VR 913

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